insel
Lanzarote ist die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln, die im Atlantischen Ozean eine von Spaniens siebzehn autonomen Regionen bilden. Lanzarote liegt rund 140 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Bei einer Fläche von 845,94 Quadratkilometern hat sie einen Flächenanteil von 11,29 Prozent an der Gesamtfläche aller Kanaren.
Als erste vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
Lanzarote misst von Nord (Punta Fariones) nach Süd (Punta Pechiguera) rund 58 Kilometer und in der größten Ost-West-Ausdehnung 34 Kilometer. Südlich von Lanzarote liegt in 11.5 Kilometern Entfernung die Insel Fuerteventura, und im Norden nur einen Kilometer entfernt der Chinijo-Archipel mit den kleinen Inseln La Graciosa, Montaña Clara, Alegranza, Roque del Oeste und Roque del Este. Von den insgesamt 213 Kilometern Küste sind 10 Kilometer Sand- und 16,5 Kilometer Kiesstrand, der Rest besteht aus Felsküste. Auf der Insel gibt es zwei Gebirgszüge. Im Norden der Insel steigt das Famara-Massiv mit dem Gipfel Peñas del Chache auf 671 msnm an, und im Süden der Los Ajaches auf 608 m. Südlich des Famara-Massivs schließt sich die Sandwüste von El Jable an, die das Famara-Massiv von den so genannten Feuerbergen (Montañas del Fuego) des Timanfaya-Nationalparks trennt. Im Timanfaya-Gebiet ereigneten sich zuletzt von 1730 bis 1736 und 1824 starke Vulkanausbrüche, die große Teile des fruchtbarsten Ackerlandes und mehrere Dörfer und Gehöfte mit zusammen etwa 420 Häusern unter sich begruben. Der Rest der Insel ist durch eine Hügellandschaft mit markant aufragenden Vulkankegeln geprägt.


Geschichte

lanza
Durch die Nähe zu Afrika und dem europäischen Kontinent war Lanzarote wohl die erste Kanarische Insel, die besiedelt wurde. Es wird vermutet, dass die Phönizier bereits um 1100 v. Chr. die Insel besucht haben.
Die ersten historischen Aufzeichnungen zu den Kanaren stammen von Pomponius Mela sowie von Plinius dem Älteren mit seiner enzyklopädischen Naturkunde Naturalis Historia und Claudius Ptolemaeus. Eine erste Expedition zu den Kanarischen Inseln erfolgte dabei nach Plinius durch König Juba II. von Mauretanien. Die für die einzelnen Inseln vergebenen Namen der Insulae Fortunatae (Inseln der Glückseligen) lauten: Canaria=Invallis (Gran Canaria), Ninguaria=Planasia (Teneriffa), Inaccessa (La Palma), Iunonia (Lanzarote und Fuerteventura), Pluvialia=Ombrios (Gomera) und Capraria (El Hierro). Man glaubt, dass Fuerteventura und Lanzarote miteinander verbunden waren, denn beide, und auch Lobos, werden nicht einzeln erwähnt, jedoch ein Archipel.
Archäologische Funde, die auf das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert werden konnten, belegen die Anwesenheit der Römer auf Lanzarote.
In den nachfolgenden Jahrhunderten geraten die Kanaren nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs wieder in Vergessenheit, und werden im Jahr 999 n. Chr. durch Ben Farroukh wiederentdeckt. Die Araber gaben den Inseln den Namen Al Djezir al-Khalida (Glückliche Inseln) und lehnten sich damit an den Namen der Römer an. Im Jahr 1336 stach von Lissabon aus eine Flotte unter der Führung von Lanzarote da Framqua alias Lancelotto Malocello in See, um das damalige Ende der europäischen Welt zu erforschen, das zu jener Zeit vor der nordwestafrikanischen Küste lag. Lancelotto Malocello umsegelte das Kap der Angst (Kap Bojador) nie, entdeckte aber die Kanarischen Inseln erneut, und ließ sich auf Lanzarote nieder.
In der Nähe der heutigen Stadt Teguise baute er auf dem Montaña de Guanapay ein kleines Fort. Wieder in Portugal angekommen, erreichte er es, dass die von ihm entdeckte und in Besitz genommene Insel in der Weltkarte des Angelino Dulcert als Insula de Lanzarotus Marocelus eingezeichnet wird. Seither soll Lanzarote seinen Namen tragen.
Angelockt sowohl durch wertvolle Rohstoffe wie Orseille (rote Färberflechte) als auch durch Sklaven, unternahm Jean de Béthencourt 1402 eine Expedition unter König Heinrich III. von Kastilien zu den Kanarischen Inseln.
1404 unterwarf Béthencourt Lanzarote. So konnte man sich gut gerüstet der Eroberung der Nachbarinsel Fuerteventura widmen. Béthencourts weniger erfolgreicher Neffe Maciot de Béthencourt wird als sein Stellvertreter auf Lanzarote bleiben.
Auf Druck von Béthencourt besetzten 1406 Portugiesen Lanzarote.
Das schlimmste ereignete sich im Jahr 1618, als die Piraten Jabán und Solimán das Versteck der Einheimischen in den Höhlen der Cueva de los Verdes entdeckten, und rund 1.000 Inselbewohner gefangen nahmen, um sie anschließend auf dem afrikanischen Sklavenmarkt zum Verkauf anzubieten.


Sehenswürdigkeiten

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* Fundación César Manrique, Stiftung und Museum in Tahiche
* Castillo de Santa Barbara in Teguise
* Castillo de San Gabriel und Castillo de San José in Arrecife
* Bauernmuseum in Tiagua
* Monumento al Campesino, Bauerndenkmal mit Markt bei San Bartolomé
* Tropical Park, 45000 m² großer Vogelpark bei Guinate
* Tal der Tausend Palmen bei Haría
* Quesera de Zonsamas und Quesera de Bravo, Artefakte der vorspanischen Bevölkerung
* Los Hervideros, “Kochlöcher” an der südlichen Lavaküste
* Mirador del Río, nördl. Aussichtspunkt von César Manrique
* Cueva de los Verdes, einer der längsten Lavatunnel der Welt
* La Geria, Weinanbaugebiet
* Jardín de Cactus, Kakteengarten von César Manrique in Guatiza.


Auswandern Arbeiten auf Lanzarote

Sollten sie sich entschieden haben Deutschland für immer den Rücken zu kehren ,sollte dies sehr gut überlegt sein.
träumereien oder Abenteuerlust haben mit Auswandern nichts zu tun.
wer auswandern will sollte gut kalkulieren und alles was schief gehen könnte in erwägung ziehen,das fängt mit den gepflogenheiten des jeweiligen Landes an. Denn in Spanien sowie auf den Kanarischen Inseln ticken die Uhren schon etwas anders, sei es die Waren beschaffung, Anträge oder Amtsgänge. Es funktioniert zwar alles,nur sehr viel langsamer als in Deutschland,dadurch sollte man genug rückhalt, finanziell wie emotional besitzen, oder sich einem netzwerk von Auswanderern anschliesen die einem viele nützliche Tips für den Neustart geben können. Sehr von vorteil sind natürlich auch private Kontakte zu Auswanderern, die Erfahrungen der Vor und Nachteile weitergeben können.
Man sollte sich von Privaten Vermittlungsagenturen die viel Geld für weig erfolg verlangen fern halten und stattdessen Agenturen aufsuchen die halten was sie versprechen.
Meint Tip: Es gibt Kanarische Zeitungen wie Kanarenexpress,oder das Wochenblatt in deutscher Sprache mit Firmeneinträgen und
Stellenangeboten. Auf Arbeitsagenturen würde ich mich nicht verlassen da die Vermittlung meist mit langer Wartezeit verbunden ist und die besten Jobs zuerst an Einheimische vermittelt werden.
Lohnniveau: Der Lohn auf den Kanarischen Inseln liegt bei ca. 900 bis 1200 € im Monat.
Doch wer Ideen und biss hat sollte sich Selbststädig machen, da man auf den Kanaren keinen Meisterbrief benötigt, erleichtert es ungeheuer den Weg in die Selbstständigkeit und als (Autónomo) wie die Spanier sagen können sie auch dementsprechend mehr verdienen und sogar noch Leute anstellen.
Über Grundlegendes wie Anträge und Papiere können sie sich in Deutschland bestens informieren,natürlich sollte man auch etwas Spanisch und Englisch mit ins neue Heimatland bringen.
Beachtet man nur ein paar Grundregeln dürfte dem Umzug in ein neues land nichts im Wege stehen.