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La Palma, eigentlich San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, die eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens bilden. La Palma hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Länge von etwa 42 Kilometern und eine Breite von etwa 28 Kilometern. Sie ist mit einem Flächenanteil von 9,45 % an der Gesamtfläche aller Kanaren die fünftgrößte Insel des Archipels. La Palma gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Die Landessprache ist Spanisch mit lateinamerikanischem Einfluss.


Geschichte

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La Palma wurde im Neolithikum vom Volk der Guanchen besiedelt, die angeblich mit den nordafrikanischen Berbern verwandt waren. Dass sie ab etwa 2000 v. Chr. von Nordafrika einwanderten, ist unter Wissenschaftlern mittlerweile nicht mehr umstritten. Dafür sprechen die genetischen Analysen von Skelettfunden wie auch nordafrikanische Sprachreste. Die Guanchen lebten auf einer steinzeitlichen Kulturstufe und waren in verschiedenen Clans organisiert, die die Insel unter sich aufteilten. Der altkanarische Name von La Palma war Benahoare. Die Sprache der Guanchen, das Guanche, wurde nach der spanischen Eroberung etwa im 16. Jahrhundert unterdrückt. Allerdings haben sich einige Worte im heutigen kanarischen Dialekt erhalten.
Petroglyphen im Kulturpark La Zarza auf La Palma
Näheres zu Gesellschaft, Felszeichnungen und Religion der Guanchen erfährt man im Inselmuseum, im Besucherzentrum des Nationalparks sowie bei La Zarza und La Zarcita (seit 1998 erster Archäologischer Park der Kanaren). Die dortigen Felsbilder faszinieren durch ihre Mäander, Labyrinthe und Figuren. Ein zweiter Archäologiepark bei der Höhle von Belmaco ist mit knapp 4.000 Jahren die älteste Fundstelle La Palmas.

Die Kanarischen Inseln waren möglicherweise schon im Altertum phönizischen Seefahrern bekannt, die Nachrichten sind allerdings ungewiss. Erste Europäer gelangten im 13. Jahrhundert auf die Kanaren, unter ihnen Lancelotto Malocello.

Spanische Eroberung

Im Jahre 1312 erreichte der Genuese Lancelotto Malocello La Palma. Nachdem der kastilische Graf Hernán Peraza seine Macht auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro gefestigt hatte, entsandte er 1447 eine Flotte aus drei Schiffen mit 500 Mann zu der Insel, die bis dato als unbezwingbar galt. Aber auch diesem Feldzug war wie den vorangegangenen kein Glück beschert: Bei den erbitterten Kämpfen mit den Insulanern verloren die Spanier 200 Mann. Am 29. September 1492 – Kolumbus entdeckte in diesem Jahr Amerika – landete der auf Gran Canaria beheimatete General Alonso Fernández de Lugo mit einer Streitmacht von 900 Mann auf La Palma in der Nähe des Strandes von Tazacorte. De Lugo schickte der kastilischen Krone mehrere Gefangene zum Beweis seiner Eroberung, darunter auch Tanausú, der angesichts dieser Schande in den Hungerstreik trat und noch auf der Überfahrt starb. Am 3. Mai 1493, dem „Tag der Erhebung des Heiligen Kreuzes“, gründete Lugo an dem Ort, an dem sich die altkanarische Siedlung Apunyon (auch Auprón) befand, die Stadt Santa Cruz de La Palma. Dann begab er sich nach Gran Canaria zurück, um Vorbereitungen für die Einnahme von Teneriffa zu treffen, der letzten der sieben großen Kanarischen Inseln, die er schließlich nach einem zweijährigen Feldzug 1496 eroberte.

Menschenhandel, Zuckerboom

Schnellen Reichtum bot La Palma nicht. Es gab weder Gold noch Silber oder andere Bodenschätze. Gewinn versprachen zunächst nur die Einheimischen – als Sklaven. Trotz eines päpstlichen Erlasses aus dem Jahr 1434, in dem Eugen IV. die Kanarier zu „freien Leuten“ erklärt und den Menschenhandel auf den Inseln verboten hatte, endete ein Großteil der Urbevölkerung von La Palma gleich nach der Eroberung in der Sklaverei. Schon bevor sich der Sklavenhandel auf der Insel erschöpft hatte, verfolgte Alonso Fernández de Lugo ein weitaus lukrativer erscheinendes Ziel: den Anbau von Zuckerrohr, zur damaligen Zeit das den meisten Gewinn bringende Ackerbauprodukt.

Amerikahandel, Piratenüberfälle

Im 16. Jahrhundert bekam La Palma nach Antwerpen und Sevilla das Privileg, mit Amerika Handel zu treiben. Schnell entwickelte sich Santa Cruz de La Palma zu einem der wichtigsten Häfen des spanischen Reiches. So ist es nicht verwunderlich, dass Santa Cruz de La Palma im Laufe des 16. Jahrhunderts immer wieder Piraten anlockte, die sich der Reichtümer der Stadt bemächtigen wollten. Unter dem Befehl von François Le Clerc plünderten 1553 Franzosen die Hafenstadt. Der Niedergang setzte bereits Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Nach einem Erlass aus dem Jahre 1657 mussten alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika auf Teneriffa registriert werden und dort ihre Abgaben entrichten. Der Handelsverkehr im Hafen von Santa Cruz de La Palma kam damit nahezu zum Erliegen. Zwar gab König Carlos III. 1778 den Amerikahandel für alle spanischen Häfen frei, doch konnte sich Santa Cruz de La Palma nie völlig von der Wirtschaftskrise erholen.

Seide, Cochenille und Bananen

Abgesehen von Piratenangriffen erlebte La Palma weitestgehend ruhige Zeiten. Von jeder Wirtschaftskrise erholte sich das zwar bodenschatzlose, aber sehr fruchtbare Eiland immer relativ schnell. Nach Zucker und Wein ließ sich auch mit Bienenwachs und -honig, mit Tabak sowie mit Seide gutes Geld verdienen. Bereits seit dem beginnenden 16. Jahrhundert pflanzte man in La Palma Maulbeerbäume an, war La Palma führend in der Seidenherstellung der Kanaren. Die Seidenverarbeitung der Insel galt sogar als die fortschrittlichste des Kanarischen Archipels. Um 1830 wurde dann die aus Mexiko stammende Cochenille-Laus eingeführt, eine Schildlaus, die einen begehrten karmesinroten Farbstoff liefert. Mit der Entwicklung von Anilinfarbe um 1880 war diesem Wirtschaftszweig jedoch nur ein kurzer Gewinn beschert. Aus dieser Wirtschaftskrise half schließlich der Bananenanbau, den zwei englische Gesellschaften, Elder und Fyffes, ab 1878 in großem Stil auf die Kanaren gebracht hatten.
m Jahr 1890 gab es auf La Palma bereits mehrere Hotels. Vor allem die Erholung suchenden Engländer frequentierten Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gern die westlichste Kanareninsel. Doch einige Jahrzehnte später ging es mit dem Tourismus auf La Palma bergab, in den 1960er Jahren kam er fast ganz zum Erliegen. In den 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre profitierte La Palma ein wenig vom Massen- und Chartertourismus auf den beiden Kanarenhauptinseln Teneriffa und Gran Canaria. Erst Ende der 1980er Jahre waren nach der Erweiterung des palmerischen Flughafens für den internationalen Charterverkehr im Tourismusbereich kräftige Zuwachsraten zu verzeichnen.
La Palma ist traditionell eine Wanderinsel, entsprechend groß ist die Anzahl der Anbieter von Wanderausflügen in die verschiedensten Regionen der Insel. Das Angebot ist breit gestreut und für alle Könnenstufen geeignet. Seit Ende der 1990er Jahre haben sich auch verschiedene Anbieter „modernerer“ sportlicher Aktivitäten etabliert. So werden z .B. geführte Mountainbiketouren oder Reitexkursionen angeboten. Insbesondere das Tauchen nimmt aber inzwischen einen festen Teil des Freizeitangebotes auf der Insel ein. Es gibt diverse Tauchcenter auf der Ost- und Westseite der Insel, die Angebote für alle Könnensstufen machen.


Sehenswürdigkeiten

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Sehenswert auf jeden fall der Hafen von Santa cruz und der Kulturpark La Zarza,
die Barrancos im Norden, tief eingeschnittene Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und den Gebieten jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.


Auswandern Arbeiten auf La Palma

Sollten sie sich entschieden haben Deutschland für immer den Rücken zu kehren ,sollte dies sehr gut überlegt sein.
träumereien oder Abenteuerlust haben mit Auswandern nichts zu tun.
wer auswandern will sollte gut kalkulieren und alles was schief gehen könnte in erwägung ziehen,das fängt mit den gepflogenheiten des jeweiligen Landes an. Denn in Spanien sowie auf den Kanarischen Inseln ticken die Uhren schon etwas anders, sei es die Waren beschaffung, Anträge oder Amtsgänge. Es funktioniert zwar alles,nur sehr viel langsamer als in Deutschland,dadurch sollte man genug rückhalt, finanziell wie emotional besitzen, oder sich einem netzwerk von Auswanderern anschliesen die einem viele nützliche Tips für den Neustart geben können. Sehr von vorteil sind natürlich auch private Kontakte zu Auswanderern, die Erfahrungen der Vor und Nachteile weitergeben können.
Man sollte sich von Privaten Vermittlungsagenturen die viel Geld für weig erfolg verlangen fern halten und stattdessen Agenturen aufsuchen die halten was sie versprechen.
Meint Tip: Es gibt Kanarische Zeitungen wie Kanarenexpress,oder das Wochenblatt in deutscher Sprache mit Firmeneinträgen und
Stellenangeboten. Auf Arbeitsagenturen würde ich mich nicht verlassen da die Vermittlung meist mit langer Wartezeit verbunden ist und die besten Jobs zuerst an Einheimische vermittelt werden.
Lohnniveau: Der Lohn auf den Kanarischen Inseln liegt bei ca. 900 bis 1200 € im Monat.
Doch wer Ideen und biss hat sollte sich Selbststädig machen, da man auf den Kanaren keinen Meisterbrief benötigt, erleichtert es ungeheuer den Weg in die Selbstständigkeit und als (Autónomo) wie die Spanier sagen können sie auch dementsprechend mehr verdienen und sogar noch Leute anstellen.
Über Grundlegendes wie Anträge und Papiere können sie sich in Deutschland bestens informieren,natürlich sollte man auch etwas Spanisch und Englisch mit ins neue Heimatland bringen.
Beachtet man nur ein paar Grundregeln dürfte dem Umzug in ein neues land nichts im Wege stehen.